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DAS PROJEKT – Hintergrund

Seit September 2007 werden auf der Burg Schlaining FRIEDENSWOCHEN für Kinder und Jugendliche erfolgreich durchgeführt. Zielgruppe sind SchülerInnen der 3.-13. Schulstufe.

Prävention bei Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen, Streitkultur ohne Gewaltanwendung, erfolgreiche Konfliktlösung im Klassenzimmer, kooperative Kommunikation, Teambuilding – die Notwendigkeit nach all diesem wurde erkannt und war ein wesentlicher Grund, warum die Friedenswochen ins Leben gerufen wurden. Entworfen wurde das Projekt von ExpertInnen aus der Praxis (MediatorInnen, Friedens- und ErlebnispädagogInnen) gemeinsam mit MitarbeiterInnen des Friedensinstituts Burg Schlaining, unterstützt von der Kinder- und Jugendanwaltschaft Burgenland und dem Landesschulrat für das Burgenland. Mittlerweile zählen auch die Pädagogische Hochschule (PH) Burgenland, die Schulpsychologie Burgenland sowie einige thematisch verwandte Initiativen zu den ständigen Kooperationspartnern.

Schullandwoche zu Gewaltprävention, Konfliktlösung, kooperativer Kommunikation und Teambuilding: Gewalt in der Schule ist zwar keine Seltenheit, aber bestimmt kein Schicksal! Es gibt Mittel und Wege damit umzugehen – die Frage ist nur, in welcher Form. Wichtig ist hierbei zwischen Prävention („vorbeugen, verhindern“) und Intervention („eingreifen, sich einmischen“) zu unterscheiden.

Die Friedenswochen verstehen sich als Präventionsprojekt für SchülerInnen. Ziel ist es, Gewalt im schulischen Miteinander noch vor Ausbruch zu verhindern und Konflikte, die natürlich zu jedem Miteinander gehören, gewaltfrei zu lösen. Dazu gibt es Methoden, die erfahrbar und erlernbar sind – und genau dies ist das Ziel der Friedenswochen.

Um dies zu erreichen wird den SchülerInnen im Rahmen einer schulischen Projektwoche und unter Anleitungen von ExpertInnen ein interaktiver und reflektierter, alters- und wissensadäquater Zugang zu ihren eigenen Gefühlen, zu ihren Mitmenschen, zur Umwelt und Natur sowie zu den zentralen Themenbereichen Konflikt und Frieden vermittelt. Auch Spezialthemen wie Mobbing, Gewalt in den Medien, Gender-basierende Gewalt, etc. werden als eigene Module angeboten.

Überdies kann eine Friedenswoche auch für Teambuilding zur Stärkung der Klassengemeinschaft und als Kennenlernwoche (v.a. für 5. und 9. Schulstufe) genutzt werden – mit Ergebnissen, die den Schulalltag sehr positiv verändern!

Die inhaltliche Arbeit wird vom einzigartigen Veranstaltungsort, der mittelalterlichen Friedensburg Schlaining, zusätzlich positiv unterstützt!

Von Beginn an (September 2007) erfuhr die Projektidee viel Zustimmung und konnte seither unter begeisterter Teilnahme von rund 2.800 SchülerInnen erfolgreich umgesetzt werden. (Stand November 2011).

Eine besondere Bestätigung für die Qualität des Projektes ist die Auszeichnung der Friedenswochen als österreichisches UNESCO-Dekadenprojekt! Die UNO-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ möchte allen Menschen Bildungschancen eröffnen, die ihnen eine lebenswerte Zukunft und eine positive Veränderung der Gesellschaft ermöglichen. Friedensbildung als wesentlicher Teil von nachhaltiger Entwicklung war der österreichischen UNESCO Nationalkommission 2009 eine Auszeichnung wert.

Das Projekt Friedenswochen wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur sowie vom Land Burgenland / Ressort für Soziales und Familie gefördert & empfohlen.